Montag, 17. August 2026, 18:15 Uhr
LEIZA Vortragssaal
Leibniz-Zentrum für Archäologie, Ludwig-Lindenschmit-Forum 1, DE-55116 Mainz
Der Begriff „Resilienz“ begegnet uns heute in vielen wissenschaftlichen Disziplinen und gesellschaftlichen Debatten. Doch was bedeutet er eigentlich – und eignet er sich, um vergangene Gesellschaften zu verstehen? Der Vortrag zeichnet die Entwicklung des Resilienzkonzepts von seinen Ursprüngen in der Ökologie bis zu seiner heutigen Verwendung nach. Anhand von Beispielen aus der Spätantike geht Lee Mordechai der Frage nach, ob und inwiefern vormoderne Gesellschaften als resilient bezeichnet werden können. Dabei beleuchtet er zugleich die Chancen und Grenzen des Begriffs und zeigt, welche Annahmen mit seiner Verwendung verbunden sind.
Der Vortrag findet in englischer Sprache statt. Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Über die Summer School
Der Abendvortrag ist Teil der Summer School „Resilient Humanscapes: Exploring Resiliencies in Human-Spatial Interactions“, die von unserem Leibniz-WissenschaftsCampus RECOMENT veranstaltet wird und vom 17. bis 21. August 2026 am LEIZA in Mainz stattfindet.
Über den Referenten
Lee Mordechai ist Senior Lecturer an der The Hebrew University of Jerusalem. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Umweltgeschichte sowie der Sozialgeschichte des Byzantinischen Reiches. Er untersucht unter anderem Naturkatastrophen und Epidemien der Spätantike sowie die Frage, wie vormoderne Gesellschaften auf kurzfristige Umweltveränderungen reagierten. Darüber hinaus ist er Associate Director und Co-Principal Investigator der Climate Change and History Research Initiative (CCHRI) an der Princeton University und leitet mehrere internationale Forschungsprojekte zur Klima-, Umwelt- und Wirtschaftsgeschichte.